Lexikon · Steuer & Recht
Zusätzlichkeitserfordernis: Definition
Das Zusätzlichkeitserfordernis verlangt, dass steuerfreie Sachbezüge zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn gewährt werden (§ 8 Abs. 4 EStG). Eine Umwandlung von bereits vereinbartem Gehalt ist damit ausgeschlossen.
Von Semih Inac, Gründer von PrämienwerkAktualisiert am
Wichtig zu wissen
- Der Sachbezug muss eine echte Zusatzleistung sein – der bisherige Bruttolohn darf dafür nicht gekürzt werden.
- Die Barlohnumwandlung verletzt das Erfordernis und ist für steuerfreie Sachbezüge unzulässig.
- Das Erfordernis gilt neben den weiteren Voraussetzungen wie der 50-€-Grenze und der ZAG-Konformität.
Beispiel
Erhält eine Mitarbeiterin zu ihrem unveränderten Gehalt zusätzlich einen 50-€-Gutschein, ist die Zusätzlichkeit erfüllt (siehe 50-€-Sachbezug). Wird dagegen vereinbartes Gehalt in einen Gutschein umgewandelt, entfällt die Steuerfreiheit.
Prämienwerk trennt Zusatzleistungen sauber vom Grundlohn und dokumentiert jede Zuwendung revisionssicher – so bleibt der Sachbezug rechtssicher verwaltet.
Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein über die Rechtslage und ersetzt keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Ob die genannten Voraussetzungen in Ihrem Fall vorliegen, ist individuell zu prüfen. Prämienwerk erbringt keine Steuerberatung.
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